Die meisten Kaninchen lieben Trockenfutter. Jedoch kann die Fütterung von Trockenfutter zu schweren Verdauungsproblemen führen. Es hält sich leider immer noch der Irrglaube, dass Kaninchen nur das fressen, was ihnen gut tut. Das stimmt leider nicht. Deshalb ist es wichtig, das Futter der Kaninchen langsam umzustellen und sie auf den Geschmack von Heu und Gemüse zu bringen.

Aus meiner Arbeit in der Tierarztpraxis und als Tiersitterin weiß ich, dass es viele Kaninchen gibt, die ihr Heu verschmähen und lieber Trockenfutter fressen. Ganz wichtig für die Futterumstellung ist, dass sie sich Gedanken zu ihrem Heu machen. Hat es eine gute Qualität? Auf was sie beim Heukauf achten müssen können sie im Artikel Heu nachlesen.

Die Futterumstellung sollten sie niemals abrupt machen, lieber reduzieren sie über einen Zeitraum von 4-6 Wochen das Trockenfutter und erhöhen die Heuration. Auch Gemüse und Obst sollten nicht fehlen. (Heu 80%, Gemüse 15 %, Obst 5%)

Neue Gemüse- und Obstsorten sollten sie langsam, einzeln und in kleinen Portionen einführen und ihre Kaninchen im Hinblick auf Durchfall und geblähten Bauch gut im Auge behalten. Sollten Durchfälle auftreten würde ich ursächliches Gemüse oder Obst erstmal vom Speiseplan streichen. Bei geblähtem Bauch sollten sie sofort einen Tierarzt aufsuchen!

Als Leckerlis können sie in Zukunft getrocknetes Gemüse oder Obst anbieten.

Auch wenn ihre Kaninchen am Anfang vielleicht nicht begeistert von der Futterumstellung sind, lohnt es sich für die Gesundheit und Lebenserwartung ihrer Kaninchen diesen Schritt zu machen. Auch werden sie langfristig sehen, dass ihren Kaninchen die Futterumstellung gefällt, durch das Heu fressen sind sie länger beschäftigt, die Zähne nutzen sich besser ab, das Normal-Gewicht stellt sich ein und ihre Kaninchen haben einen gesunden Darm und fühlen sich dadurch besser!