Gestern war ich mit meinen Labbies im Wald Gassi und was hing da plötzlich an Ronja? Eine Zecke. Das hat mich doch etwas überrascht, bin ich doch bisher davon ausgegangen, dass wir im Winter Ruhe vor den blutsaugenden Biestern haben.

Nachdem ich also nachgelesen habe, nun also die Erkenntnis: Liegt die Temperatur im Winter längere Zeit über 7 Grad und der Boden gefriert nicht, erwachen Zecken sehr früh, oder fallen gar nicht erst in eine Winterstarre. Es gibt auch eine passende Garten-Studie der Uni Hohenheim, die dies bestätigt…

Deshalb gilt auch in milden Winter: Aufgepasst vor Zecken!

Da unsere Haustiere liebend gern von Holzbock, Auwaldzecke und Co als Blutmahlzeit bevorzugt werden, hilft nur ein geeignetes Mittel zu verabreichen. Denn neben Borreliose und FSME können Zecken auch teils lebensbedrohliche  Erkrankungen, wie Ehrlichose und Babesiose übertragen. Als Tipp: Gute Produkte gegen Zecken findet ihr bei Europa Apotheek.

Zusätzlich könnt ihr eure Tiere nach jedem Gassigang oder Freigang absuchen. Das klappt bei Ronja immer ganz gut, bei Remy und Baghira scheitert das am schwarzen Fell…

Wir verwenden bei unseren Tieren immer die gängigen Spot-on-Präperate. Dadurch ist der Zeckenbefall sehr, sehr gering und es können auch keine Zecken in der Wohnung übersehen werden und zu einer Gefahr für unsere Kinder werden.

Wenn sich bei eurem Tier eine Zecke festgebissen hat, müsst ihr diese so schnell wie möglich entfernen. Dafür könnt ihr eine Zeckenzange oder Karte verwenden. Ich nehme ganz klassisch eine Zeckenzange, damit die Zecke fassen (möglichst nah an der Haut) und langsam abziehen. Zack erledigt.

Bitte niemals Öl, Klebstoff oder Nagellack auf die Zecke träufeln. Dadurch vermehrt sich die Gefahr, dass die Zecke vorhandene Krankheitserreger an den Hund oder die Katze während des Erstickens weitergibt.

Nach einem Zeckenstich sollte die Katze oder der Hund genau beobachtet werden:

  • Frisst er oder sie normal?
  • besonderes Augenmerk auf die Gangart (Lahmen)
  • Fieber
  • kreisrote Rötung an der Bissstelle

Bei “unnormalem” Verhalten sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Was sind eure Zeckenerfahrungen im Winter?