Mischlinge

„Mischlinge sind tolle Hunde, sie sind vom Aussehen her einzigartig, gesünder und robuster als Rassehunde und man muss auch kein Vermögen für sie zahlen, wie bei Züchtern von Rassehunden.“

Ein Satz den man in der Form häufig von Mischlingsbesitzern hört. Und ja – es sind zweifellos tolle Hunde, optisch oft wunderschön und außergewöhnlich.  Man sollte vor dem Kauf und der Anschaffung eines Mischlings jedoch einige Punkte bedenken!

Dass Mischlinge gesünder und robuster wären als Rassehunde ist ein Märchen, das sich schon sehr lange hält. Es stimmt allerdings nur bedingt, denn wenn ich einen Golden Retriever mit leichter Hüftgelenksdysplasie mit einem Pudel mit einer Herzerkrankung kreuze, wird wohl kaum ein völlig gesunder Mischling heraus kommen. Wahrscheinlicher ist, dass die Welpen mindestens eine Erkrankung erben, im schlimmsten Fall sogar beide.

Auch bei Kreuzungen zwischen Mischlingen kann man nicht automatisch von einem gesunden und robusten Hund ausgehen. Oftmals sind die Elterntiere nicht ausreichend auf Erbkrankheiten untersucht und ein nach außen gesunder, dreijähriger Hund kann mit 5 Jahren erst offensichtlich an einer Erbkrankheit leiden. Und selbst, wenn das Elterntier keine Erkrankung zeigt, kann in der Großelterngeneration eine (genetisch bedingte) schwere Erkrankung aufgetreten sein, die erst in der übernächsten Generation wieder auftritt. Die Untersuchungen sind also unabdinglich und sollten vor jedem gewollten Deckakt umfassend stattfinden. Da diese Untersuchungen sehr teuer sind, ist der Preis für einen Welpen aus einer Verpaarung, bei der diverse Untersuchungen stattgefunden haben natürlich entsprechend höher. Allerdings ist das Geld so deutlich besser investiert, als wenn man später horrende Summen zum Tierarzt tragen muss.

Optisch und auch charakterlich sind Mischlinge IMMER absolute Überraschungspakete. Ob der Welpe später mehr wie Mama oder Papa aussieht bzw. sich verhält, oder ob aus der Großeltern- oder Urgroßelterngeneration optische Merkmale und Charakterzüge vererbt werden, kann niemand voraussagen. Und da man bei Mischlingsverpaarungen oft keine Kenntnisse der vorhergehenden Generationen und deren Eigenarten hat, sollte man beim Kauf eines Mischlingswelpen aus Mischlingsverpaarungen wirklich KEINE Ansprüche an Optik oder Charakter des Hundes stellen! Dazu zählen optisch Größe, Fellbeschaffenheit und Gewicht des Welpen wenn er ausgewachsen ist, sowie charakterliche Eigenschaften wie Schutztrieb, Wachtrieb, Jagd- oder Hütetrieb.

Wenn man also eine genaue Vorstellung hat, welche Eigenschaften man bei seinem Hund möchte bzw. man mit bestimmten Eigenschaften nicht die nächsten 15 Jahre (und u. U. mehr) leben kann und möchte, sollte man sich eher Gedanken um einen Rassewelpen machen bzw. über einen älteren Hund aus dem Tierschutz nachdenken.

Abstand nehmen sollte man von den sogenannten Designerrassen wie Australian Doodle, Labradoodle oder Puggle etc. Bei diesen Hunden handelt es sich um Mischlinge, die den selben Voraussetzungen unterliegen, wie im vorhergehenden Text beschrieben. Ob sie alle positiven Eigenschaften der beiden Rassen, oder aber alle negativen Eigenschaften erben kann niemand voraussagen. Auch hier sollte man sich eher für eine Rasse entscheiden, denn die Preise für Designerrassen sind mittlerweile ähnlich hoch, wie für anerkannte Rassen.

Die Fotos zeigen die Mischlingshündin Amina. Auf dem letzten Foto ist sie mit einem ihrer Wurfgeschwister im Alter von 15 Monaten abgebildet. So unterschiedlich können Hunde aus einem Wurf aussehen!

1 Kommentar

  1. Der Puggle ist ein idealer Familienhund!
    Unsere lieben ausgedehnte Spaziergänge und mit dem Atmen haben sie überhaupt keine Probleme!
    Unsere Hündin ist ca. 36cm und unserer Rüde hat ca. 45cm Schulterhöhe.
    Der Puggle ist ausgeglichen, fröhlich, lebhaft, unkompliziert und intelligent. Aggressives Verhalten ist untypisch. Er harmoniert sehr gut mit anderen Haustieren und ist ein sanfter, treuer Begleiter. Aufgrund der Summe der positiven Charaktereigenschaften ist er der perfekte Familienhund!

    Meine zwei Puggle 4 und 1 Jahr alt sind kerngesund und sind außer zum Impfen noch nie beim Tierarzt gewesen.

    Unsere Hunde werden seit Jahren im Rahmen der Kinderbetreuung in der Tiergestützten Pädagogik eingesetzt! Dafür sind die Puggle bestens geeignet.

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